3. November 2015

ein paar Gedanken

Mein Vater hiess mit Vornamen Antonius und wurde Toni gerufen.
Genau wie das kleine "T".
Heute waren wir zusammen auf dem Friedhof 
und haben uns die Wiese angesehen 
wo der "Toni-Opa" seine letzte Ruhestätte gefunden hat -
oder wie immer man das nennen mag.
Viele können das nicht nachvollziehen 
aber mir sagen Gräber oder Friedhöfe nichts.
Mein Vater ist 1994 gestorben und es ist seitdem kein 
einziger Tag vergangen an dem ich nicht an ihn gedacht habe.
Dazu brauche ich keinen bestimmten Ort.
Das muss jeder für sich selbst entscheiden 
und es berührt mich sehr, wenn ich sehe mit wieviel 
Hingabe so manches Grab gepflegt wird! 
Wir haben heute zusammen auf Gräbern 
so einige Blumenvasen wieder aufgestellt, Steine wieder 
in die Einfassungen gelegt und Blätter
von Grabsteinen entfernt, die die Namen verdeckten.
Aber wir sind auch durch trockene Blätter auf den Wegen gestampft
und haben Rotkehlchen und einen Specht gesehen.
Und dennoch werde ich so schnell nicht wieder hingehen...
ich stelle lieber Kerzchen auf.... in Kirchen vor Madonnen....



Drei Kerzchen werden es immer.
Für die, die waren, für die, die sind
und für die, die noch kommen werden.

Und damit ihr nicht denkt ich würde schwermütig
hab ich noch ein Perrito-Foto ;o)


bin wieder weg.... Auflauf ist fertig!




Kommentare:

  1. Wundervolle Gedanken! Besonders mag ich die Bedeutung der 3 Kerzen - man sollte schließlich nicht nur den Verstorbenen gedenken. Ich kann das gut nachvollziehen, dass du mit Friedhof und Gräbern nicht viel verbindest. Ich meine, man teilt schließlich Erlebnisse miteinandern - vielleicht auch Orte, die mit diesen verbunden sind. Bei meinem Sohn ist das anders - wir hatten nie einen Ort, aber das ist eine andere Geschichte.
    Lasse dir den Auflauf schmecken :-)

    Liebste Grüße

    AntwortenLöschen
  2. Philipp hat ein Grab. Das bepflanzt der Gärtner, weil die Lebenden so viel Zeit gefordert haben. Ich denke täglich an unseren Sohn. Gehe sehr selten mehr auf den Friedhof. Er gehört zu unserem Leben, ist unvergessen.
    Danke für deine Gwdanken
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  3. Danke für diesen Gedanken! Ich kann es git verstehen... es ist in meinem Herz auch ähnlich drinn...
    Herzliche Grüße: Palkó

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Ute, ich bin da genauso, wie du!
    Ich habe einen Vater und einen Bruder verloren und sie sind für immer in meinen Gedanken und meinem Herzen, doch die Gräberwanderung jedes Jahr zu Allerheiligen mach ich nur für meine Mutter, weil ihr das so wichtig ist.
    Sogar das mit den Kerzerln vor Madonnen in Kirchen handhabe ich genauso - mit Ausnahme dieser fixen drei. Doch diese Idee gefällt mir sehr.
    Vielen Dank für deine Gedanken!

    Liebe Grüße
    Hilda

    AntwortenLöschen

***Schön, dass Du Zeit findest einen Kommentar zu hinterlassen!***

Weil die Spams überhand nehmen musste ich leider wieder die Sicherheitsabfrage aktivieren. Ich freue mich wenn Du trotzdem kommentierst!